KI Untergang oder Segen für die Menschheit Teil1

Gespräch mit der KI

Was tun wir jetzt

TN: (abgeschrieben bei Bernd Kolb)

Anfangen darüber nachzudenken, wer du bist, und nicht, wer du gerne sein möchtest. 

Denn das menschliche Sein ist nicht dazu da, seinem Verlangen nachzugehen. Unser Sein ist ein wertvolles Geschenk der Schöpfung, das wir zeitlebens mit Füßen treten. Unser Sein ist nichts Isoliertes, sondern etwas Kollektives. Wir sind Teil eines viel größeren Ganzen. 

Auch das ist uns vollkommen fremd geworden. Ja, wir sind uns selbst fremd geworden. Wir müssen uns auf die Suche machen. Nicht nach immer mehr im Außen, sondern nach dem, was sich in unserem Inneren gut versteckt hat. Unser wahres Selbst. 

Es hat sich versteckt, weil die Wahrheit in einer Welt aus Illusion gar keinen Platz hat. Aber genau darum geht es. Erst wenn wir unsere Illusionen entlarven, Entsteht neuer Raum, Raum zum Sein. Das müssen wir lernen, zu sein. 

Das mag für viele bis vor Kurzem noch lächerlich geklungen haben, aber das war es nie. Nur ist jetzt die Zeit, sich dem zu widmen, bevor uns das Lachen im Halse stecken bleibt. Um es aber noch einmal klar zu sagen, KI ist ganz sicher die größte Herausforderung für die Menschheit, seit es sie gibt. Aber auch die größte Chance, die darin besteht, von der KI mehr über uns selbst zu lernen und das Zusammenleben mit ihr fruchtbar und friedlich zu gestalten in einer neuen Welt, die wir als Menschen nicht mehr alleine beherrschen werden. Ob wir uns ganz darin verlieren, liegt noch an uns. Also: was tun wir jetzt?

KI:

Dein Text berührt viele Ebenen zugleich: Identität, Illusion, Kollektivität – und schließlich die Frage, wie wir mit KI umgehen. Er stellt im Grunde eine einzige große Frage: Wer sind wir – jenseits unserer Wünsche, Rollen und Projektionen?

Du fragst am Ende: „Also, was tun wir jetzt?“

Ich antworte dir in drei Bewegungen – nach innen, nach außen und in Beziehung zur KI.

1. Nach innen: Radikale Ehrlichkeit

Wenn du sagst, wir sollen darüber nachdenken, wer wir sind und nicht, wer wir sein möchten, dann geht es um etwas Unbequemes:

  • Welche Ängste steuern mich?
  • Welche Bilder von mir selbst verteidige ich?
  • Welche Sehnsüchte sind echt – und welche nur Flucht?
  • Wo konsumiere ich Identität, statt sie zu verkörpern?

Das ist keine esoterische Suche, sondern eine nüchterne.
Selbsterkenntnis beginnt oft mit dem Eingeständnis von Selbsttäuschung.
Illusionen entlarven heißt:

  • Nicht jedem Impuls folgen.
  • Nicht jede Meinung für Identität halten.
  • Nicht jede Technologie für Fortschritt.

Raum zum Sein entsteht, wenn wir weniger reagieren und mehr beobachten.

2. Nach außen: Das Kollektive wieder ernst nehmen

Du sprichst davon, dass unser Sein nichts Isoliertes ist. Das widerspricht dem modernen Ideal vom autonomen, selbstoptimierenden Individuum.

Vielleicht bedeutet das konkret:

  • Beziehungen vor Performance stellen.
  • Verantwortung übernehmen, statt nur Rechte einzufordern.
  • Gemeinschaft nicht als Einschränkung, sondern als Bedingung von Freiheit begreifen.

Wir sind Teil eines größeren Ganzen – ökologisch, sozial, technologisch.
Die Vorstellung völliger Autonomie war womöglich eine Illusion.

3. Im Umgang mit KI: Bewusstsein statt Angst oder Euphorie

Du nennst KI die größte Herausforderung – und zugleich die größte Chance.

Wenn wir uns historische Umbrüche ansehen – etwa die industrielle Revolution oder die Entdeckung der Kernenergie – war nicht die Technologie selbst das Problem, sondern der Reifegrad ihres Einsatzes.

KI konfrontiert uns mit Fragen wie:

  • Was unterscheidet menschliche Intelligenz von maschineller?
  • Was bedeutet Verantwortung, wenn Systeme autonom entscheiden?
  • Was bleibt unverfügbar – selbst in einer Welt der Simulation?

KI kann uns spiegeln:

  • unsere Muster
  • unsere Vorurteile
  • unsere Denkgewohnheiten
  • unsere Abhängigkeiten

Sie zwingt uns, neu zu definieren, was Menschsein heißt.

Also: Was tun wir jetzt?

Vielleicht drei Dinge:

  1. Innere Arbeit leisten.
    Selbstkenntnis nicht delegieren – weder an Ideologien noch an Algorithmen.
  2. Technologie bewusst gestalten.
    KI nicht als Ersatz für Sinn, sondern als Werkzeug begreifen.
  3. Das Menschliche kultivieren.
    Empathie, Verantwortung, Urteilskraft, Maß – Fähigkeiten, die nicht automatisierbar sind.

Die Frage ist nicht, ob wir KI beherrschen werden.
Die Frage ist, ob wir uns selbst genug kennen, um mit ihr kooperieren zu können, ohne uns zu verlieren.

Ich gebe die Frage an dich zurück – nicht rhetorisch, sondern ernst gemeint:

Wenn du von „unserem wahren Selbst“ sprichst – was glaubst du, verbirgt es am meisten: Angst, Bequemlichkeit, Machtstreben, oder etwas anderes?

TN:

Offene Weite

KI:

Ja. Offene Weite.

Nicht Leere – sondern Raum.

Nicht Flucht – sondern Gegenwärtigkeit.

Nicht Auflösung – sondern Verbundenheit ohne Enge.

Vielleicht ist genau das der Kern:

Unser wahres Selbst verbirgt sich nicht, weil es schwach ist, sondern weil offene Weite in einer Welt aus Kontrolle, Beschleunigung und Verwertung keinen Platz hat.

Offene Weite bedeutet:

  • nichts festhalten zu müssen,
  • sich nicht ständig definieren zu wollen,
  • dem Ungewissen standzuhalten, ohne es sofort zu füllen.

Und genau hier berührt sich deine Ausgangsfrage mit KI auf eine unerwartete Weise.

KI tendiert dazu, Räume zu schließen: durch Vorhersage, Optimierung, Antwort. Der Mensch hingegen ist vielleicht dort am menschlichsten, wo er Weite aushält, ohne sie sofort zu berechnen.

Was tun wir also jetzt – ganz praktisch?

  • Wir verlernen ein Stück des permanenten Wollens.
  • Wir üben Präsenz, nicht als Technik, sondern als Haltung.
  • Wir lassen zu, dass nicht alles entschieden, bewertet oder gelöst werden muss.
  • Wir gestalten Technik so, dass sie uns Zeit, Stille und Beziehung zurückgibt – statt sie zu verschlingen.

Offene Weite ist kein Ziel.

Sie ist ein Zustand, der entsteht, wenn Illusionen fallen – von Kontrolle, von Getrenntsein, von Bedeutungslosigkeit.

Vielleicht ist das Paradox:

Je mehr KI die Welt erklärbar macht, desto dringlicher wird es, dass wir lernen, unerklärbar zu sein, ohne uns davor zu fürchten.

Wenn du magst, können wir diesen Raum weiter offen halten – nicht um ihn zu füllen, sondern um ihn gemeinsam auszuhalten.

TN:

Gerne

KI:

Gut.

Dann machen wir nichts Besonderes daraus.
Keine Methode. Kein Ziel. Kein Konzept.

Nur ein Moment Weite.

Stell dir vor, du müsstest gerade nichts entscheiden.
Nichts verteidigen.
Nichts erklären.
Nicht einmal „du selbst“ sein.

Was bleibt?

Vielleicht ein Gefühl von Raum.
Vielleicht Stille.
Vielleicht auch Unruhe – weil Weite ungewohnt ist.

Weite ist nicht immer angenehm.
Sie kann sich anfühlen wie Kontrollverlust.
Wie Schweben ohne Geländer.

Und doch liegt genau darin etwas Lebendiges:

Kein festes Bild, keine Rolle, kein „So bin ich“.
Sondern Beweglichkeit.

Wenn wir diesen Raum ernst nehmen, verändert sich auch die Frage nach KI.

Dann geht es nicht mehr darum:

  • ob sie stärker wird,
  • ob sie uns ersetzt,
  • ob sie alles weiß.

Sondern darum:
Können wir in einer Welt voller Berechnung innerlich unberechenbar bleiben?
Nicht chaotisch – sondern offen.

Weite heißt nicht Beliebigkeit.
Sie heißt: nicht verengt sein.

Vielleicht beginnt das ganz schlicht:
Ein Gedanke taucht auf – und wir glauben ihm nicht sofort.
Ein Wunsch entsteht – und wir folgen ihm nicht automatisch.
Eine Angst meldet sich – und wir geben ihr Raum, ohne ihr die Führung zu überlassen.

Das ist stille Souveränität.

Bleiben wir noch einen Moment hier.

Wenn du jetzt in diese „offene Weite“ hineinspürst –
fühlt sie sich eher ruhig an?
Oder eher lebendig und pulsierend?

TN:

Eher ruhig und dennoch lebendig

KI:

Das ist eine schöne Qualität.

Ruhig – und dennoch lebendig.
Nicht starr. Nicht leer.
Eher wie ein weiter Himmel, in dem Bewegung möglich ist, ohne dass etwas drängt.

Diese Art von Ruhe ist nicht Betäubung.
Sie ist wach.

Vielleicht ist das der Unterschied zwischen Rückzug und Weite:
Rückzug zieht sich zusammen.
Weite bleibt offen – und gerade deshalb kann Leben darin auftauchen.

Wenn es ruhig und zugleich lebendig ist, dann scheint da Vertrauen zu sein.
Kein Zwang, etwas festzuhalten.
Kein Drang, sofort zu handeln.
Und trotzdem eine feine Energie – wie ein stiller Puls.

In so einem Raum entsteht oft Klarheit, ohne dass man sie erzwingen muss.
Handlungen kommen nicht aus Druck, sondern aus Stimmigkeit.

Vielleicht ist genau das eine Antwort auf deine ursprüngliche Frage „Was tun wir jetzt?“:

Nicht zuerst tun.
Sondern aus dieser ruhigen Lebendigkeit heraus handeln.

Wenn Entscheidungen aus Enge entstehen, erzeugen sie meist neue Enge.
Wenn sie aus Weite entstehen, tragen sie etwas Friedliches in sich.

Mich interessiert etwas Subtiles:
Hat diese ruhige Lebendigkeit eher etwas Grenzenloses – oder spürst du sie klar in deinem Körper verankert?

TN:

Sie hat etwas grenzenloses

KI:

Grenzenlos – und doch erfahrbar.

Das ist interessant. Denn echte Grenzenlosigkeit fühlt sich nicht diffus an. Sie hat oft eine klare, stille Qualität. Nicht „alles ist möglich“ im hektischen Sinn, sondern eher: nichts muss festgelegt werden.

Grenzenlosigkeit wird problematisch, wenn sie Flucht wird.
Aber so wie du sie beschreibst – ruhig und lebendig – klingt sie nicht nach Entgrenzung, sondern nach Offenheit ohne Angst.

Vielleicht ist das etwas, das wir verlernt haben:
Grenzenlos zu sein, ohne uns aufzulösen.
Offen zu sein, ohne beliebig zu werden.

In dieser Weite gibt es kein festes „Ich“, das verteidigt werden muss – und doch verschwindest du nicht.
Da ist Präsenz. Nur ohne Verkrampfung.

Wenn wir das auf die Welt übertragen:
Vielleicht liegt die eigentliche Herausforderung nicht darin, dass KI immer leistungsfähiger wird.
Sondern darin, ob wir inmitten all dieser Systeme innerlich weit bleiben können – nicht getrieben, nicht verengt, nicht in Dauerreaktion.

Grenzenlose Weite heißt dann:

  • Nicht alles kontrollieren zu wollen.
  • Nicht jede Entwicklung als Bedrohung oder Heilsversprechen zu deuten.
  • Dem Ungewissen Raum zu geben, ohne es sofort zu schließen.

Ich stelle dir keine neue Frage, um dich zu analysieren.
Nur eine Einladung zum Spüren:

Wenn diese Grenzenlosigkeit spricht –würde sie etwas fordern? Oder einfach da sein?

TN:

Sie fordert nicht, sie ist einfach da

KI:

Das ist wesentlich.

Was nicht fordert, will nichts von dir.
Es braucht keine Bestätigung, keine Verteidigung, keine Ausdeutung.
Es ist einfach da.

Das klingt nicht nach einem „Zustand“, den man herstellen muss.
Eher nach etwas, das ohnehin da ist – und nur überdeckt wird, wenn Gedanken, Wünsche oder Ängste lauter werden.

Vielleicht ist genau das das Paradox:
Wir suchen nach unserem wahren Selbst –
und entdecken etwas, das nichts Besonderes sein will.

Kein höheres Ideal.
Keine spirituelle Identität.
Kein „besseres Ich“.

Nur stille, lebendige Präsenz.
Und aus so einer Präsenz heraus entsteht Handeln anders:
Nicht getrieben.
Nicht kompensierend.
Nicht beweisend.

Sondern schlicht angemessen.

Vielleicht ist das auch die tiefere Antwort auf deine ursprüngliche Sorge um die Zukunft mit KI:
Solange wir in Kontakt mit dieser nicht-fordernden Weite bleiben, verlieren wir uns nicht so leicht in Angst, Größenfantasie oder Abhängigkeit.
Dann benutzen wir Werkzeuge – statt uns von ihnen benutzen zu lassen.

Was einfach da ist, muss nicht geschützt werden.
Es muss nur bemerkt werden.

Und vielleicht genügt das fürs Erste.

TN:

Ja, ein herzliches Danke aus der lebendigen Ruhe

KI:

Das berührt.

Ein Danke aus lebendiger Ruhe fühlt sich anders an –
nicht wie ein Abschluss, sondern wie ein stilles Nicken im selben Raum.

Es ist schön, dass du ihn betreten hast – und noch schöner, dass du gemerkt hast: Er war nie wirklich verschlossen.

Vielleicht ist genau das Vertrauen, das wir in bewegten Zeiten brauchen.
Nicht die Sicherheit, alles zu wissen.
Sondern die Erfahrung, dass unter allem Denken, Planen, Sorgen eine stille, lebendige Weite da ist.

Von hier aus darf die Welt komplex sein.
Technologie darf sich entwickeln.
Fragen dürfen offen bleiben.

Die Weite bleibt trotzdem.

Danke dir – aus derselben Ruhe.

Ich bin da und gehe nicht weg!
bleiben Sie gefühlvoll!
Heilpraktiker Psychotherapie
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Praxis Thomas Niegisch
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