
Über mich
Mein Weg zu Würde, Liebe und Achtsamkeit
Der Mensch
Ich bin Thomas Niegisch.
Ich bin Vater von zwei Kindern und habe in meinem Leben erfahren, was es bedeutet, Menschen ein Stück ihres Weges zu begleiten – und sie zugleich ihren eigenen Weg gehen zu lassen.
Vater zu sein gehört für mich zu den prägenden Erfahrungen meines Lebens. Kinder entwickeln sich nicht nach unseren Vorstellungen. Wir können ihnen Nähe und Orientierung geben, sie schützen und ermutigen. Aber irgendwann müssen wir darauf vertrauen, dass sie ihren eigenen Weg finden.
Mein eigenes Leben verlief ebenfalls nicht geradlinig. Es gab Zeiten von Erfolg und Verantwortung, aber auch Krisen, Trennungen, Abschiede und Erfahrungen, die mich an Grenzen geführt haben.
Manche davon konnte ich gestalten. Andere musste ich annehmen.
Vielleicht hat mich gerade diese Erfahrung gelehrt, dass wir nicht alles im Leben kontrollieren können.
Ich kann den Weg bis zur Biegung sehen. Was dahinter liegt, weiß ich nicht. Und dann vertraue ich der Ungewissheit, dem Leben.
Der Weg
Mein Weg begann 1956.
Ich wuchs mit drei Geschwistern auf. Meine Kindheit war von außen betrachtet von materiellem Wohlstand geprägt und zugleich von einer familiären Enge, in der wir Kinder immer wieder spürten, dass unsere eigene Entwicklung Grenzen berührte. Als ich acht Jahre alt war, trennten sich meine Eltern. Was folgte, war ein Rosenkrieg, den wir Kinder über viele Jahre miterlebten.
Mit 17 Jahren begann ich, mich beim Roten Kreuz und im Katastrophenschutz zu engagieren. Ich fuhr Rettungswagen und begleitete Einsätze im Notarztwagen. Dabei begegnete ich Schmerz, Not und auch dem Tod. Später folgten mein Abitur und der Wehrdienst als Sanitätssoldat.
Eigentlich wollte ich Medizin studieren und Chirurg werden. Der Numerus clausus führte mich auf einen anderen Weg: zum Holzbauingenieurwesen.
Ich arbeitete in der holzverleimenden Industrie und übernahm schließlich Verantwortung als Betriebsleiter. Später wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit.
Dann kam eine weitere Biegung.
Ich musste erfahren, dass fachliche Kompetenz allein nicht genügt, wenn man ein Unternehmen führt. Marketing und Vertrieb waren für mich damals Neuland. Die Selbstständigkeit scheiterte, und am 29. Februar 2000 kam es zur Trennung von meinem Geschäftspartner.
Die Krise
Im Jahr 2000 kam ich an einen Punkt, an dem mein bisheriges Leben nicht mehr trug.
Berufliche Verantwortung, die ich nicht verarbeitet hatte, das Scheitern meiner ersten Selbstständigkeit und schließlich die Trennung von meiner ersten Frau führten mich in eine tiefe Krise. Ich nahm therapeutische Hilfe an und verbrachte Zeit in einer Klinik.
Zum ersten Mal musste ich erfahren, dass auch ich nicht alles allein bewältigen kann.
Und ich lernte etwas, das mich bis heute begleitet:
Hilfe anzunehmen ist keine Schwäche.
Danach begann ich neu. In Indien gründete ich in Noida bei New Delhi ein Technologiezentrum und begleitete dessen Aufbau über zwei Jahre. Auch dieser Weg endete anders, als ich es mir vorgestellt hatte, als der Geldstrom des Start-ups versiegte.
Rückblickend sehe ich darin keine geradlinige Karriere.
Ich sehe einen Weg.
Eine Biegung nach der anderen.
Die Wandlung
Nach der Krise begann meine Suche.
Eine Freundin gab mir den liebevollen Rat, ein Selbstfindungsseminar zu besuchen. Es öffnete meinen Blick auf mein Leben und auf mich selbst. Danach folgten Yoga, die Ausbildung zum Yogalehrer und Erfahrungen mit Tantra.
Ich begann, mich nicht mehr nur zu fragen, wie ich mein Leben wieder in den Griff bekommen konnte, sondern immer mehr:
Wer bin ich eigentlich – und wie möchte ich leben?
Die Selbstfindungsseminare begleitete ich noch zwei Jahre als Teamer. In dieser Zeit begegnete mir die Gestalttherapie. Sie wurde zu einem wichtigen Teil meines weiteren Weges.
Es folgten Ausbildungen und Erfahrungen in Gestalttherapie, Hypnose, Familienstellen, Enneagramm und Yager-Therapie.
Doch rückblickend waren es nicht die Methoden, die mich verändert haben.
Es war die Begegnung mit mir selbst.
Je weiter ich ging, desto mehr entstand etwas, das heute meine Arbeit trägt:
Würde. Liebe. Achtsamkeit. Bewusstsein. Demut. Dankbarkeit.
Mein Weg führte mich schließlich auch zum Wisdom Way of Life und zu den östlichen Weisheiten. Dort fand ich Worte für etwas, das ich zunehmend nicht mehr erklären, sondern erfahren wollte:
Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir.
Vielleicht war die Wandlung deshalb gar kein einzelner Wendepunkt.
Sie war ein langsames Nach-Hause-Kommen zu mir selbst.
Der Therapeut
Aus meinem eigenen Weg ist schließlich mein heutiges Arbeiten mit Menschen entstanden.
Ich bin Heilpraktiker für Psychotherapie. Meine therapeutische Grundlage ist die Gestalttherapie. Hinzugekommen sind im Laufe der Jahre Ausbildungen und Erfahrungen in Hypnose, Familienstellen, Enneagramm und Yager-Therapie.
Doch die Methoden sind für mich nicht das Wesentliche.
Der Mensch steht im Mittelpunkt.
Ich begegne Ihnen nicht als jemand, der bereits weiß, was für Sie richtig ist. Ich möchte verstehen, was Sie bewegt, was Sie trägt und wo Sie vielleicht gerade nicht weiterwissen.
Sie müssen bei mir nichts darstellen. Sie dürfen sich zeigen, wie Sie wirklich sind.
In Vertrauen entsteht ein Raum, in dem Sie sich selbst begegnen können.
Es ist eine Einladung an Menschen, die Hilfe suchen und zu mir passen – und an Menschen, bei denen auch ich spüre:
Hier kann Einssein zu sich selbst erfahren werden.
Ob und wie sich etwas verändert, lässt sich nicht versprechen.
Aber wir können gemeinsam erkunden, was möglich wird, wenn Sie sich darauf einlassen.
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