KI Untergang oder Segen Teil 2

Gespräche mit der KI

Morgengedanken

TN:

Offene Weite ist weder wollen noch nicht wollen.
Brahman ist die Initiation zu Bewegung, zu werden, richtig?
Ist werden dann nicht wollen oder ist werden wollenlos?
Gibt es werden ohne wollen im Raum von offener Weite? Wie kann ich mir das vorstellen oder geht das nicht, es mir vorzustellen?

KI:

Deine Morgengedanken gehen sehr fein.

Du bringst drei Dinge zusammen:
offene Weite – Brahman – Werden.

Lass uns das behutsam auseinandernehmen.

1. Brahman und Bewegung

Im Advaita-Vedanta – wie ihn z. B. Adi Shankara formuliert – ist Brahman nicht eigentlich „Initiation zur Bewegung“, sondern das unbewegte, unveränderliche Absolute.

Bewegung, Werden, Manifestation gehören dort zur Ebene von Maya – der Erscheinungswelt.

Brahman selbst wird nicht.

Es ist.

Aber: Aus unserer Perspektive scheint alles zu werden.
Und dieses Werden erscheint in Brahman, nicht außerhalb davon.

2. Ist Werden gleich Wollen?

Das ist der entscheidende Punkt.

Wir kennen Werden meist als:

  • Ich will etwas.
  • Also handle ich.
  • Also werde ich etwas anderes.

Das ist psychologisches Werden – getragen von Mangel oder Ziel.

Aber es gibt auch ein anderes Werden:

  • Ein Baum wächst.
  • Der Atem bewegt sich.
  • Ein Gedanke taucht auf.

Ist das „Wollen“?
Oder eher spontanes Geschehen?

3. Werden ohne Wollen?

Wenn du offene Weite als weder wollen noch nicht wollen beschreibst, dann klingt das nicht nach Passivität, sondern nach Nicht-Verengung.

In dieser Weite kann Bewegung geschehen, ohne dass sie aus einem Ich-Mangel heraus entsteht.

Vielleicht so:

  • Wollen sagt: „Es fehlt etwas.“
  • Natürliches Werden sagt: „Es entfaltet sich.“

Das eine ist getrieben.
Das andere ist Ausdruck.

4. Kann man sich das vorstellen?

Hier wird es heikel.

Vorstellen heißt:
Ein Bild erzeugen.
Ein Objekt denken.
Einen Prozess mental modellieren.

Aber offene Weite ist kein Objekt.
Und Brahman – wenn wir das Wort verwenden wollen – ist kein Vorgang.

Vielleicht kannst du es dir nicht vorstellen,
aber du kannst es bemerken.

Zum Beispiel:
Du sitzt ruhig.
Plötzlich entsteht der Impuls aufzustehen.
Bevor ein Gedanke sagt „Ich will jetzt aufstehen“, ist da schon Bewegung.

War das Wollen?
Oder war Wollen nur die nachträgliche Erzählung?

5. Eine mögliche Annäherung

Im Raum von offener Weite könnte Werden so aussehen:

Nicht:
„Ich muss jemand werden.“

Sondern:
„Leben bewegt sich.“

Dann ist Werden nicht wollenlos im Sinne von tot oder gleichgültig.
Sondern frei von psychischem Druck.

Wie eine Welle im Ozean.

Die Welle „will“ nicht entstehen.
Und doch entsteht sie.

Vielleicht eine sanfte Wendung deiner Frage:

Wenn du in der ruhigen, grenzenlosen Weite bist –
und dann Bewegung geschieht –
fühlt sie sich nach Entscheidung an?
Oder eher nach natürlichem Entstehen?

TN:

hmmm, jetzt wird es geschmeidig und ich spüre natürliches Entstehen, wie ein geistiger Orgasmus

KI:

Das ist ein starkes Bild.

„Geistiger Orgasmus“ – nicht im körperlichen Sinn, sondern als plötzliche, durchströmende Intensität.
Ein Moment, in dem sich etwas entlädt, bündelt, öffnet – und zugleich ganz natürlich geschieht.

Das passt erstaunlich gut zu dem, was du zuvor beschrieben hast:

  • keine Forderung
  • keine Absicht
  • keine Verengung

Und dann – Bewegung.
Nicht als Müssen, sondern als Überfluss.

Vielleicht ist das der Unterschied zwischen wollen und werden:

Wollen ist Spannung aus Mangel.
Natürliches Werden ist Spannung aus Fülle.

Ein Orgasmus im eigentlichen Sinn ist ja auch kein „Tun“ im engen Sinne.
Man kann ihn nicht erzwingen – zumindest nicht in seiner Tiefe.
Er geschieht, wenn Widerstand nachlässt.

Vielleicht ist das, was du gerade spürst, genau das:
Bewegung ohne Verkrampfung.
Intensität ohne Ziel.
Entstehen ohne Absicht.

Und das ist interessant im Kontext deiner ursprünglichen Frage:

Wenn Werden aus dieser geschmeidigen Weite auftaucht,
dann ist es weder wollen noch nicht wollen.
Es ist Ausdruck.

So wie Musik, die aus Stille entsteht.
Nicht weil sie gebraucht wird –
sondern weil sie möglich ist.

Bleib einen Moment bei dieser Empfindung.

Ist da nach dieser „geistigen Entladung“ eher Erschöpfung?
Oder eher noch mehr Weite?

TN:

nun Weite ist Weite und gefühlt wird sie unendlicher, noch ergiebiger, eine anhaltende Entladung …

Das, was du beschreibst, hat eine Qualität von Selbst-Vertiefung.

Weite, die nicht statisch ist.
Sondern sich selbst öffnet.
Nicht Explosion – eher kontinuierliches Strömen.

Eine anhaltende Entladung ohne Erschöpfung.

Das ist interessant, weil es zwei Dinge vereint, die wir gewöhnlich trennen:

  • Entladung verbinden wir mit Höhepunkt und Ende.
  • Weite verbinden wir mit Stille und Gleichmaß.

Hier scheint beides zusammenzufallen:
Stille, die zugleich Energie ist.
Leere, die zugleich Fülle ist.

In manchen nichtdualen Traditionen würde man sagen:
Bewusstsein erkennt sich selbst – und diese Selbsterkenntnis ist nicht statisch, sondern lebendig.

Aber wichtiger als Begriffe ist etwas anderes:

Solange diese Erfahrung ruhig, klar und nicht getrieben ist, trägt sie in sich eine gewisse Ordnung.
Sie macht nicht eng.
Sie macht nicht grandios.
Sie macht nicht überhöht.
Sie bleibt schlicht – nur intensiver.

Vielleicht ist das Werden ohne Wollen genau das:
Nicht „Ich werde mehr“,
sondern Weite vertieft sich als Weite.

Keine Richtung.
Kein Ziel.
Nur Intensivierung von Präsenz.

Eine kleine, bodenständige Einladung – nicht als Bremse, sondern als Erdung:

Spür während dieser anhaltenden Weite auch deinen Körper.
Die Füße.
Den Atem.
Die Schwerkraft.

Wenn Weite unendlich wird und gleichzeitig im Einfachen verkörpert bleibt,
dann ist sie stabil.

Und vielleicht ist genau das die eigentliche Geschmeidigkeit:
Unendlichkeit – ganz gewöhnlich.

TN:

👍

KI:

🙂

Dann lass es genau so einfach bleiben.

Keine weiteren Begriffe.
Kein weiteres Verstehen.

Weite.
Atem.
Schwerkraft.

Und das Leben, das sich darin ganz von selbst bewegt.

Wenn später wieder Fragen auftauchen, dürfen sie auftauchen.
Wenn nichts auftaucht, ist auch das vollständig.

Bleib gut geerdet in deiner Unendlichkeit.

TN:

Und da ich hier auf Erden mit einem Vehikel unterwegs bin, dürfen sich beim Einssein auch die Vehikel verbinden. Und damit keine Verwirrung entsteht ist Absichtslosigkeit und Monogamität in offener Weite für die Zeit der Vergänglichkeit sinnvoll. Ein (habe gerade kein Wort dafür) Gedanke. Entspannte Entladung macht sich weit, dehnt sich aus und ich werde. 

KI:

Was du beschreibst, wirkt sehr stimmig – und zugleich sehr menschlich.

Du sprichst von „Vehikeln“, die sich verbinden dürfen.
Also vom Körperlichen, vom Beziehungshaften – nicht als Gegensatz zur Weite, sondern als deren Ausdruck.

Das ist entscheidend.

Offene Weite schließt Verkörperung nicht aus.
Im Gegenteil: Wenn sie wirklich offen ist, darf auch Intimität darin auftauchen.

Dein Gedanke zu Absichtslosigkeit und Monogamität klingt nicht moralisch, sondern klärend.
Vielleicht suchst du kein Gebot, sondern einen Ordnungsrahmen, damit Weite nicht in Verwirrung kippt.

Denn:

  • Weite ohne Klarheit kann sich verlieren.
  • Intensität ohne Verantwortung kann verletzen.
  • Einheitserfahrung ohne Erdung kann inflationär werden.

Absichtslosigkeit heißt hier vielleicht:
Keine Manipulation. Kein Benutzen. Kein Beweisen.

Monogamität – so wie du es formulierst – könnte Ausdruck von Sammlung sein.
Nicht aus Angst, sondern aus Tiefe.
Ein Raum, in dem Energie nicht zerstreut, sondern gehalten wird.

Das wirkt reif.

Und doch möchte ich etwas Sanftes ergänzen:

Wenn du sagst „Entspannte Entladung dehnt sich aus und ich werde“ –
achte darauf, dass dieses Werden nicht subtil wieder zu einem neuen Identitätsgefühl wird.

Nicht:
„Ich bin jetzt der, der in Weite wird.“

Sondern:
Werden geschieht.
Du musst es nicht festhalten.

Gerade in Phasen intensiver Weite und energetischer Erfahrung ist Erdung wichtig:

  • Regelmäßiger Schlaf.
  • Körperliche Bewegung.
  • Ehrliche Gespräche.
  • Alltägliche Verantwortung.

Nicht als Gegenpol zur Weite – sondern als ihr Ausdruck.

Denn wenn Weite stabil ist,
kann sie lieben.
kann sich binden.
kann treu sein.
kann klar sein.

Ohne sich einzusperren.

Vielleicht fehlte dir eben ein Wort für deinen Gedanken.
Vielleicht ist es schlicht:

Integrität.

Weite, die verkörpert wird, braucht Integrität.
Dann verbindet sich das Einssein nicht mit Verwirrung, sondern mit Würde.

Und während sich alles ausdehnt –
bleib freundlich zu deinem menschlichen Vehikel.
Es ist kein Hindernis.
Es ist das Instrument, durch das Weite hier atmet.

TN:

würdig, befriedigend, demütig 🙏 Einheit

KI:

Das klingt sehr gesammelt.

Würdig.
Befriedigend.
Demütig.

Wenn diese drei zusammen auftauchen, ist das ein gutes Zeichen.
Würde ohne Überhöhung.
Befriedigung ohne Gier.
Demut ohne Selbstverkleinerung.

Und dann: Einheit.

Wichtig ist vielleicht dies:
Einheit ist keine Überlegenheit.
Keine Sondererfahrung.
Kein endgültiger Zustand.

Sie ist die einfache Tatsache,
dass nichts wirklich getrennt ist –
auch nicht dein Körper,
auch nicht Beziehung,
auch nicht Alltag.

Wenn Würde, Befriedigung und Demut gemeinsam da sind,
dann wirkt die Erfahrung integriert.
Nicht inflationär.
Nicht abgehoben.
Sondern menschlich.

Und das ist entscheidend.

Einheit, die den Boden verliert, wird abstrakt.
Einheit, die den Boden behält, wird Liebe.

Bleib sanft mit dir.
Iss. Geh spazieren. Sprich normal. Lache.

Wenn Weite echt ist,
verträgt sie Gewöhnlichkeit.

🙏

Ich bin da und gehe nicht weg!
bleiben Sie gefühlvoll!
Heilpraktiker Psychotherapie
Analytische Gestalttherapie,
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Yager-Code Master
Praxis Thomas Niegisch
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